Terri-Arten

Es gibt verschiedene Arten von Zuhause, die man den Rennmäusen bieten kann. Jede hat sein Vor- aber auch Nachteile, die ich hier gerne aufzeige.


Glas-Terrarium

 

Glas-Terrarien sind immer wieder auch als Occasionen auf Ricardo und ähnlichen Seiten erhältlich. Sehr wichtig ist, dass die vom Schweiz. Tierschutz vorgegebene Grundfläche von 100 x 50 cm eingehalten wird. In kleineren Becken sind Rennmäuse viel weniger aktiv und somit auch weniger spannend zum Beobachten. Ein festes Podest, auf das man das Sandbad und Häuschen stellen kann ist unbedingt notwendig, kann aber auch gut selber gebastelt werden.

 

Der Vorteil eines Glasterris ist, dass eigentlich nichts aus dem Mäuseheim gescharrt werden kann. Nachteilig ist hingegen, dass man von oben ins Terri greift, was die Mäuse an Raubvögel erinnert und sie deshalb nicht ganz so schnell zurtaulich werden. Wenn man einen Deckel mit Türchen hat, rate ich unter dem Türchen ein Häuschen oder ähnliches zu stellen, damit die Rennis selber rausklettern können und man ihnen anschliessend von vorne begegnen kann. Es braucht ev. ein wenig Geduld, bis sie dies machen.


Glas-Terrarium mit Gitteraufbau

 

Glas-Terrarien mit Gitteraufbau und der einzuhaltenden Grundfläche von 100 x 50 cm sind als Occasionen auf Ricardo und ähnlichen Seiten leider nur selten erhältlich.

 

Den Rennmäuse gefällt an diesem Terri, dass man sehr hoch Einstreu einfüllen kann, da diese Terri-Art kein Podest braucht. Sandbad, Häuschen etc. können auf die oberen Tablare gestellt werden oder aufgehängt werden. Damit lässt sich so ein Zuhause spannender einrichten als "nur" ein Becken. Will man auf die oberen Etagen Holzschnitzel oder ähnliches geben, ist es von Vorteil, wenn man eine Plexiglasumrandung dazu bastelt, da der Einstreu sonst gerne rausfällt. Praktischer ist es, wenn der Käfigteil eine grosse Türe von vorne hat, statt zwei/drei kleine Türchen von vorne oder auch von oben.


Eigenbauten

 

Ich persönlich finde die Eigenbauten nach wie vor die optimalste Lösung für Rennmäuse.

 

Auch bei dieser Terri-Art muss die Mindest-Grundfläche von 0.5 m2 eingehalten werden. Da man das Terri bis auf die Vorderseite schliessen kann, kann einerseits seitlich und hinten nichts aus dem Mäuseheim fallen, was wiederum weniger den Staubsauger beansprucht. Andererseits fühlen sich auch die Mäuse durch die Wände geschützt. Mit Klapp-, Flügel- oder Schiebetüren von vorne kann man den Rennmäusen von vorne begegnen, was diese sehr schätzen und dadurch schneller zutraulich werden. Nachteilig ist, dass das Holz angeknabbert wird und so im schlimmsten Fall vielleicht einmal ein Türchen ersetzt werden muss.

 

Bei den Tablaren geht es in erster Linie nicht darum, die Lauffläche zu erhöhen, sondern darum, dass Häuschen, Sandbad und andere Einrichtungsgegenstände nicht unterbuddelt werden können. Deshalb müssen diese nicht riesige Flächen haben, was auch die Sicht in den Einstreu verbauen würde, ausserdem die Luftzirkulation im Buddelbereich einschränken würde.

 

Unter "neue Zuhause" findest du Fotos von solchen Eigenkonstruktionen. Lass dich doch insprieren!